Ebay und die besonderen Sicherheitsbestimmungen 21.12.2025
Berlin [ENA] Noch 3 Tage, und wir haben Heiligabend. Und da hat sich Ebay noch schnell was ausgedacht: Ihre Sicherheitsbestimmungen bei einigen „ besonderen „ Nutzern jetzt noch vor Weihnachten anzuwenden. Nennt sich in Ebay Sprache Verifizierung. Was ist gemeint ?
Vor langer Zeit konnte sich jeder bei Ebay anmelden, eine Überprüfung der Daten wurde quasi nicht vorgenommen, wer über eine gültige Bankverbindung verfügte, der war eben damit auch automatisch mindestens 18 Jahre alt. Auch war es zu früheren Zeiten möglich, mehrere Accounts anzulegen. Aufgrund vieler Betrügereien in der heutigen Zeit, von denen gerade Ebay recht häufig und zu Paypal – Zeiten noch mehr betroffen war, wurden die Überprüfungsmaßnahmen überarbeitet und aktualisiert. Heutzutage werden die eingegebenen Bankdaten einmal logisch geprüft und dann 2 versch. Überweisungen von Ebay darauf getätigt.
Deren Summen müssen dann in dem betreffenden Ebay Konto eingegeben werden, um sicherzustellen, das sie auch der Besitzer des Kontos sind und das ein echtes Konto ist. Ähnlich ist es mit dem Namen und der Anschrift: Der Nutzer muß eine Kopie eines Ausweises oder einen Aufenthaltstitel hochladen. Soweit klar. Kommen wir nun zum Thema „ besonderer „ Nutzer. Damit meine ich i.d.R. private Käufer und Verkäufer. Wie es sich bei gewerblichen Kunden verhält, kann ich nicht sagen, deshalb spreche ich im folgenden nur über private Nutzer. Ich kann es kaum glauben: Es gibt tatsächlich noch einige Nutzer, die schon über 20 Jahre, sogar über 25 Jahre bei Ebay registriert sind.
Trotz dieser extrem langen Zeit wird damit nicht automatisch in regelmäßigen Abständen eine Datenkontrolle der Bankdaten / Anschrift durchgeführt. Dafür werden ganz andere Dinge herangezogen; zum Beispiel die Aktivität und ihre Eingaben der „ Stammdaten „, die bei jeder Auktion, die sie einstellen, den Interessenten angezeigt werden. Jetzt wundern sie sich vielleicht, was das mit ihren Daten zu tun hat. Wenn sie zu aktiv werden, zuviel Umsatz machen in kurzer Zeit, zu viele Sendungen verschicken als ein Standard – Privatkunde, geraten sie plötzlich in eine Extrakontrolle, sie werden offensichtlich im System auffällig.
Das kann ich belegen, denn ich weiß von Kunden, die jahrelang geringwertige Verkäufe durchgeführt haben, ab und zu auch gekauft haben. Alles reibungslos, die Gelder wurden von Ebay überwiesen, die Sendungen trafen immer bei der hinterlegten Anschrift ein, ohne ein Problem. Dann plötzlich eine Haushaltsauflösung. Die Artikelzahl schwillt von 90 auf 350 an, auch hochpreisige dabei. Innerhalb in wenigen Tagen Umsätze im unteren 4-stelligen Bereich, und plötzlich will Ebay die Bankdaten und Anschrift verifizieren. Einfach so von heute auf morgen, mit Fristsetzung und der Androhung, weitere Maßnahmen einzuleiten, wenn der Nutzer der Aufforderung nicht nachkommt.
Das ist deshalb so interessant, weil der Nutzer viele Wochen davor bis wenige Tage noch bis zu der Email von Ebay sowohl Verkäufe als auch Käufe getätigt hat, wie gesagt, alle ordnungsgemäß zugestellt und bezahlt. Und dann passiert es: Der Nutzer erdreistet sich, bei Ebay anzurufen und nachzufragen, warum jetzt eine Verifizierung sein soll. Aber auch bei Ebay sind die Fachkräfte knapp: Der Ebay Mitarbeiter kann dazu auch nix sagen, verweist auf die Anzeige, das der Nutzer die Verifikation durchführen muß. Auf die mehrfache Frage, warum dies plötzlich notwendig sei weiß er keine Antwort und muß sich im Hintergrund wahrscheinlich vom Vorgesetzen Unterstützung holen. Aber das Einzige, was er dazu zu sagen hat:
Die Vorlesung der Ebay Regeln, das eine Prüfung möglich ist und eben gemacht wird. Warum, wieso jetzt usw. eben keine Ahnung. Aber es wird noch besser. Als der Käufer dem Mitarbeiter SEIN weiteres Vorgehen erklärt, nämlich keine Ware an Kunden rauszuschicken, bis Ebay die Gelder der Verkäufe freigibt, kommt der Hinweis: Naja, wenn die Verifizierung nicht gemacht wird das Konto bei Ebay geschlossen. Jawoll, das nenn ich konsequent. Ich weiß glaube ich mehr. Dazu komme ich darauf zurück, was ich schon berichtet habe. Rufe ich einen Verkaufsartikel auf, bekomme ich Informationen der Rahmeneinstellungen.
Bedeutet: Wer verkauft den Artikel (Nutzername), wo ist der Standort des Artikels (PLZ + Wohnort), Bewertungen des Verkäufers, Versandbedingungen und ein Überblick über alle eingestellten Verkaufsartikel. Nichts schlimmes, werden sie jetzt vielleicht sagen. Falsch. Ich gebe ihnen ein fiktives Beispiel. Ich gehöre zu einer Einbrecherbande und suche in Deutschland Privatpersonen, die reich sind und wo man Beute machen kann. Das geht eigentlich super bei Ebay. Angenommen ich wohne in Hamburg. Dann schaue ich bei bestimmten Wertgegenständen wie Gemälden, Schmuck oder Goldmünzen, die mich interessieren, unter Hamburger Standorten nach.
Finde ich jetzt private Nutzer, kenne ich ja die Strasse und den Echtnamen noch nicht. Kein Problem. Ich kaufe einen geringfügigen Artikel, nur um diese Daten zu bekommen. Um das zu verhindern, und jetzt werde ich einige die vielleicht auch bei Ebay verkaufen, auf eine wie ich finde gute Idee bringen, kann man bei den Rahmenbedingungen eine echte aber falsche PLZ eingeben und ein dazugehöriger Ort, wo man eben nicht wohnt. Für Leser mit Verständnisproblemen erklärt: ECHT heisst, die PLZ gibt es wirklich. FALSCH heisst es ist nicht meine PLZ - compre ?
Solche Dinge, die eigentlich insbesonders für private Verkäufer von hochpreisigen Waren eine zusätzliche Sicherheit darstellen, werden aber bei Ebay weder gern gesehen und lösen offensichtlich eine Überprüfung der Adressdaten aus, weil ja die Angaben nicht mit der hinterlegten Anschrift übereinstimmen. Und was nützt ihnen schon Verkäuferschutz, wenn die Gegenseite mit mehreren Personen behauptet, der Karton war leer oder ein Backstein drin ? Nix.




















































