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Kann zuviel Theologie dem Glauben schaden?

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 25.11.2025, 14:26 Uhr
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Wien [ENA] Die Kirchenaustritte aus den christlichen Kirchen in unserer Zeit muten an wie ein unaufhaltbarer Aderlass an jenen christlichen Kirchen, die seit Jahrhunderten die stolzen, christlichen Kulturen weltweit geprägt haben. Unsere Zeit ist sicherlich eine besondere: aufgeklärt, informiert und oft sozial engagiert stehen viele Menschen vor der schwierigen Aufgabe ihren Glauben zu hinterfragen und neu zu leben.

Manche haben vielleicht noch ein schönes Muttergottesbild zu Hause, das sie verehren und das sie vielleicht in ihrem Glauben stärkt. Denn das zur Ikone hochstilisierte weihnachtliche Maria mit dem Kinde Bild ist schließlich auch ein uraltes, eigentlich archaisches Motiv, dass so gut wie jedes andere Motiv das Leben überhaupt symbolisieren kann und damit eine ewige Wahrheit ist, die tief in einem kosmischen Geheimnis liegt und daher für die menschliche Vernunft nicht mehr zugänglich ist. Wenn aber der Vatikan, auch unter dem neuen Papst, davor warnt bei der Marienverehrung nicht die Grenzen des christlichen Glaubens zu überschreiten, kann sehr schnell das zarte Pflänzchen des Glaubens von der mächtigen Institution der Kirche zertreten werden

Wenn der Leiter der römischen Glaubensbehörde Kardinal Victor Fernandez in einer Lehrmäßigen Note das Mitwirken Marias am Heilswerk relativiert und Formulierungen wie "Miterlöserin" oder "Gnadenmittlerin" im theologischen Diskurs als irreführend bezeichnet oder auch für Kardinal Ratzinger Maria "alles, was sie ist nur durch Christus " ist und Maria zwar voll der Gnade ist, aber ihre Gnade ist eben nur eine untergeordnete Teilhabe, so sind solche theologische Spitzfindigkeiten für die meisten Menschen ziemlich unverständlich, die vielleicht nur von der Schönheit der Kunst inspiriert in Maria die Frau und Gebärerin verehren und lieben und in diesem Geheimnis sowohl das ewig Göttliche wie auch das ewig Natürliche ahnen.

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