Montag, 12.01.2026 20:43 Uhr

Papst Leo XIV und die Strenge der theologischen Methode

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 04.12.2025, 17:59 Uhr
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Wien [ENA] In einer Ansprache an die internationale Theologische Kommission hebt Papst Leo XIV die Bedeutung des interdisziplinären Dialogs mit den verschiedenen Wissenschaften und die Katholizität des Glaubens hervor, beruft sich aber auch auf die unerlässliche Strenge der theologischen Methode als Voraussetzung einer authentischen und wirksamen Fortführung der Evangelisierung aller Völker und Kulturen.

Und doch hatte auch schon Papst Benedikt XVI bedauert, dass sich die Humanwissenschaften gegenüber der Metaphysik verschließen und dadurch die Entwicklung der Völker beeinflussten. Auch den philosophieskeptischen Gläubigen und Theologen empfiehlt der Papst, sich nicht von den philosophischen Schulen zu distanzieren, sondern auf Grundlage der hoffnungsfrohen Heiligen Schrift in einen Dialog zu treten, auch wenn die dunklen Abgründe des Pessimismus und Relativismus gefährlich scheinen. Damit versucht Papst Leo XIV die alten, so luftigen Diskussionen über Glaube und Vernunft, die schon Jahrhunderte die Theologen beschäftigen, in den Mittelpunkt seiner christlichen Botschaft zu setzen und mahnt eindringlich Theologie und Glauben zu verbinden.

Nun, das ist nämlich gar nicht so leicht, nicht einmal für Theolog*innen, die ja alles wissen, was in der Bibel steht. Anscheinend hat dieses lange Nachsinnen über das NeueTestament noch immer nicht das Geheimnis der Offenbarung gelöst, auch wenn das Christentum großartig gestaltend auf die Welt eingewirkt hat. Aber die Sehnsucht des Menschen nach den goldenen Früchten des Paradieses ist nicht zu befriedigen, auch wenn er jetzt mit allen Mitteln dem Gold und Geld nachjagt. So muss der Mensch immer wieder erkennen, dass nur in der alten Heimat des Paradieses Freiheit möglich war und Gott dort nicht als moralische Instanz und Gesetzgeber waltet, sondern in absoluter Freiheit jedem Lebewesen und dem Kosmos überhaupt seine Fülle ermöglicht.

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